Gestern haben wir gesehen was mit dem Kaugummimann passiert, wenn der Nightmarket geschlossen wird. Aber erst mal von Anfang an: Auf dem Nightmarket und auch an den grossen Busstationen gibt es immer mindensts einen Geistig/Koerperlich-Behinderten Menschen. Der sitzt dort dann mit einer Ladung Kaugummies. Weil man ja Mitleid hat, gibt man auch gerne 50NT$ fuer eine Packung aus. Gestern also, gegen 23 Uhr, wenn auf dem Markt nichts mehr los ist, kommt ein Taxi mit 3 Maennern (samt Bauchtaeschen), schnappen sich den Kaugummimann und rauschen davon. Frage: Bekommt der Mann ueberhaupt was von dem Geld? Wenn man ihm keins mehr gibt um die Hintermaenner nicht noch reicher zu machen, hat das negative Folgen
Da ich die letze Woche Ferien hatte, haben wir uns entschlossen zu den Mazu Inseln zu fahren. Von Keelung gibt es eine direkte Faehre in knapp 8 Stunden. Ist ein relativ grosse Boot und wir dachten uns auch nichts schlimmes. Nach etwa 40 Minuten waren wir dann auf offenen Pazifik und mitten in einem Sturm. Auf dem Schiff gings hoch und runter und von links nach rechts. Jedesmal wenn eine der riessen Wellen aufschlug, hat es mehr gewackelt als bei Flugzeugturbolenzen. Katie hat dann auch die ganze Nacht mit Ihrem Magen gekaempft, wahrend ich relativ unbeschaded davon gekommen bin. “Zurueck gehts dann aber definitiv per Flugzeug”.
Unser erster Stop war die Hauptinsel “Nangang” von der wir direkt mit einem anderen Boot auf die Miniinsel Jyuguang . Die Insel ist wirklich klein. Unser Hotelhost hat mit uns gleich am Anfang eine Inseltour per Auto gemacht, das ganze hat weniger als 30 Minuten mit Aussteigen benoetigt. Es wohnen derzeit rund 100 Personen dort plus jede Menge Soldaten.
Da die Mazuinseln nur rund 100km vom Chinesischen Festland entfernt sind, hat die Taiwanesische Regierung Ihr Militaer entsprechend, seit den 50er Jahren ausgebaut. Heute sind die Inseln ueberzogen mit Bunkern und Tunneln, die aber nicht mehr wirklich genutzt werden. Troztdem gibt es viele Bereiche die man nicht betreten darf.
Am naechsten Tag gings per Boot zureuck nach Nangang, wo wir eine weitere Nacht verbrachten. Nangang ist die groesste der Inseln und die am dicht besiedelste. Nangang ist deshalb schon interessanter, weil es mehrer 7eleven und verschiedene Doerfer, Tunnel, Berge und Straende zu besichtigen gibt.
Am letzten Tag gings dann aber nach Beigan. Unsere Lieblingsinsel. Nur halb so gross wie Nangang, aber interessanter. So genau erinnern kann ich mich gar nicht mehr, aber dafuer gibts Fotos.
Da die Inseln so nah an der Provinz Fujian in China liegen, gibt es dort schon das Chinesische Mobilfunknetz, eine eigene Chinesische Postlzeitzahl und die Inseln werden von beiden Regierungen gleichzeitig verwaltet.
Zurueck gings dann per 30 Minuten Flug von Beigan Flughafen nach Taipei. Beigan hat 3 Verbindungen taeglich und Nangang sogar einige mehr. Das ist mehr als der Erfurter Flughafen hat :).
Der Trip hat sich auf jedenfall gelohnt, wenn auch etwas zuviel Militaerarchitektur und -geraet ueberall rumsteht. Fotos findet Ihr unter “Fotos” :).